J. Allen Boone wird ungewollt zum Hundesitter von Strongheart. Ein Deutschen Schäferhund, der als Filmstar in Hollywood berühmt wurde. Er ist bis heute unvergessen. Boone lernte durch den klugen Hund über eine „stille Sprache“, mit ihm und anderen Tieren zu kommunizieren und teilt in seinem Werk tiefe Einsichten über die Schöpfung mit. Ein klassisches Meisterwerk der nonverbalen Kommunikation mit Tieren, in dem er berichtet, was Tiere ihn lehrten und mitteilten.

Der Autor brauchte dem Deutschen Schäferhund Strongheart nur zuzuschauen und zuzuhören, um ihn zu verstehen. Und so kam es, dass er zu Stronghearts Schüler wurde und von ihm in die nonverbale Kommunikation eingewiesen wurde. Ganz nebenbei lernte er seine Umwelt mit anderen Augen zu betrachten und verstand, dass Tiere hochentwickelte Wesen sind, mit denen wir jederzeit in den gedanklichen Dialog gehen können.

Auszug:

„Es war leicht, sich als Gefährte für den berühmten Filmstar zu qualifizieren. Die Schwierigkeit lag bei Strongheart. Er war geheimnisvoll, zu selbständig, zu begabt, zu sehr eine „heilige Kuh“ für jemand mit meinem beschränkten Wissen über Hunde. Für was ich mich mehr geeignet hielt, war eine gewöhnliche Hundeart, sagen wir einen Hund aus dem städtischen Tierheim, der nicht nur einen Freund brauchte, sondern jemand, der ihm das Schicksal unerwünschter Tiere ersparte.

Strongheart war das außergewöhnlichste Tier, dem ich jemals in irgendeinem Teil der Welt begegnet bin.

Er war ausgesprochen scharfsinnig in seinen Denkprozessen, in der Art, wie er die Dinge für sich selbst entschlüsselte, zu Folgerungen daraus kam und diese dann ohne menschliche Hilfe in die Tat umsetzte. Eine solche Unabhängigkeit und Klugheit eines Hundes war schwer zu glauben, selbst während man ihn dabei beobachtetet.

Strongheart besaß viele Spielsachen, die ihm aus aller Welt geschickt wurden, und er spielte sehr gern damit.

Wenn er gerade in der Stimmung für einen solchen Spaß war, öffnete er den Schrank, in dem das Spielzeug aufbewahrt wurde, musterte es eine Weile, wählte dann eines aus, zog es mit den Zähnen heraus, schloss den Schrank, trug es in den Garten hinaus und spielte damit. Wenn er genug hatte, brachte er es zurück ins Haus, öffnete den Schrank, legte es genau dorthin, wo er es vorgefunden hatte, und schloss die Schranktür hinter sich.“

Boone schildert, wie Strongheart seine Gedanken las und darauf reagierte als er einmal spontan eine Wanderung unternehmen wollte:

„Sekunden nach dem Entschluss wurde die Hintertür heftig aufgestoßen und Strongheart, der draußen war, rannte in höchster Aufregung herein. Er machte vor mir halt und leckte kurz meine Hand, raste ins Schlafzimmer und kam nach einer Sekunde mit dem alten Pulli wieder, den ich immer bei unseren Ausflügen trug. Dann rannte er wieder ins Schlafzimmer und kam meinen Bluejeans zurück. Dann mit einem meiner Wanderschuhe, dann mit dem anderen und schließlich mit meinem Spazierstock. All das legte er vorsichtig vor meine Füße. In fünf schnellen Gängen ins Schlafzimmer hatte er alle Sachen geholt, die ich für unseren Ausflug ins Hinterland brauchte. Dann sprang er hoch, drehte sich wie wild im Kreis und bellte aus vollster Kehle, womit er mir zu verstehen gab, dass wir sofort aufbrechen sollten, je eher desto besser…

Es folgen viele erhellende Dialoge mit anderen Tieren wie Klapperschlangen, Indianer Ponys, Skunks, Fliegen und weiteren.

J. Allen Boone (17. Februar 1882 – 17. Juni 1965) war ein früher Filmproduzent und Korrespondent der Washington Post. Ein außergewöhnlicher Hund brachte ihn dazu, seine Einstellung zu allem Leben, ja sogar zur kleinsten Mikrobe, zu verändern und zu verstehen, dass alle Tiere sich uns Menschen mitteilen können und das auch jederzeit tun. Um sie zu verstehen, brauchen wir nur ganz ruhig zu werden, unsere Gedanken beiseite zu schieben und lernen wahrhaftig zuzuhören.

Nach „Die Große Gemeinschaft der Schöpfung“ betrachtet man einen Hund, einen Vogel oder gar eine Stubenfliege mit ganz anderen Augen und vor allem mit der Erkenntnis, dass alle Geschöpfe dieser Erde tief miteinander verbunden sind und jedes Lebewesen einen großen Beitrag für die Schöpfung leistet.

Nach der Lektüre wird dem Leser wieder einmal bewusst, dass der Mensch nicht über den Tieren steht und sogar von ihnen viel lernen kann. Die kleinste Mikrobe, jeder Regenwurm ist sich bewusst, dass sie ihren Teil zur großen Gemeinschaft beitragen und ein Leben für alle Lebewesen auf unserem Planeten so erst ermöglichen. Wir sind auf sie angewiesen und nicht umgekehrt. Wenn wir das in unseren Herzen verstehen, schenken uns die Tiere, oder besser unsere tierischen Mit-Lebewesen, einen Blick in ihre übergeordnete Sicht auf die allumfassende Schöpfung in einer großen Klarheit.

Dieses sehr einfühlsame Buch voller schöner und erstaunlicher Begegnungen ist soeben in der 6. Auflage erschienen.

Es ist das einzige Buch des Autors in deutscher Sprache. Ich möchte an dieser Stelle die Bücher von Penelope Smith und Amelia Kinkade empfehlen, um weiter in das Thema einzutauchen.

Anna Ulrich

Die große Gemeinschaft der Schöpfung
J. Allen Boone
Gebundene Ausgabe: 164 Seiten
Verlag: Reichel Verlag; Auflage: 6 (2020)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 9783946959212
ISBN-13: 978-3946959212

Hier geht’s direkt zum Buch: https://www.reichel-verlag.de/978-3-946959-21-2.shtml