Mit Sicherheit waren die meisten von Ihnen im Leben schon einmal verliebt. Sei es still und heimlich, vielleicht sogar nur in ein Pop-Idol auf dem Poster an Ihrer Wand, in einen Schauspieler oder Sportler. Vielleicht waren Sie aber auch ganz real in einen Menschen verliebt. Viele Menschen glauben, dass aus Verliebtheit die große Liebe wird, die dann ewig hält. Leider ist das ein Irrtum.

Verliebtheit resultiert aus einer Wahrnehmungseinengung.

Man fokussiert sich auf Gemeinsamkeiten. Man hat nur noch Augen für das, was einen verbindet. Dies setzt derart viele Neurotransmitter frei, dass nahezu jedes Organ und fast das ganze Verhalten davon positiv betroffen sind. Jeder Verliebte kann erfahren, dass die Immunabwehr gestärkt wird. Müdigkeitsgefühle treten in den Hintergrund und negativer Stress wird unterdrückt. Ein verliebter Mensch ist belastbarer, beschwingter, leistungsfähiger und optimistischer. Er lächelt öfter und hat offenere und rundere Augen. Sogar die Erinnerung an Verliebtheit kann einen Endorphinausstoß bewirken. Das ist wahrscheinlich der Grund dafür, warum Liebesromane besonders gern von Menschen in unerfüllten Partnerschaften gelesen werden.

Der Haken: Ähnlich wie bei einigen Rauschdrogen wird der so genannte „Realitätssinn“ untergraben.

Verliebte haben derart viel Endorphin im Blut, dass sie oft einfach übersehen, wie wenig der angebetete Partner zu ihnen passt. Bis dieser Irrtum auffliegt, hat man einen goldenen Ring am Finger, denn es dauert bis zu sieben Jahren, biss dass man einen Menschen tatsächlich kennt und entscheiden kann, ob man für immer zueinander passt. Der Rausch der Hormone sorgte einst dafür, dass ein verliebter Steinzeit-Mann so lange um seine schwangere Freundin herumschwärmte und sie versorgte, bis sie einige Wochen nach der Entbindung wieder ausreichend für sich selbst sorgen könnte.

Rund 50% der Paare werden nach anfänglicher Verliebtheit und anschließender „Liebesheirat“ wieder geschieden. Wird der Bund für’s Leben aber aufgrund einer Entscheidung, anstelle einer emotionalen Ausnahmesituation geschlossen, so hält die Beziehung auch dann, wenn sich einer der beiden Partner in eine andere Richtung weiterentwickeln sollte.

Diplompädagoge und Institutsleiter Andreas Winter hat in den letzten Jahren eine sehr individuelle und effektive Coaching-Methode entwickelt. Innerhalb kürzester Zeit entdeckt er im Rahmen seiner Analyse längst verschüttete Ursachen für Störungen, Ängste oder wieder kehrende psychische Probleme in der Gegenwart. Weil diese Patientengeschichten auch zum Nachdenken über das eigene Leben anregen, wollen wir sie hier regelmäßig veröffentlichen. (Die Namen und Daten der Betroffenen haben wir verändert.)

Andreas Winter Coaching
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