Wer kennt es nicht, das unangenehme Brennen, wenn man aus Versehen beim Spaziergang durch den Wald mit nackten Beinen die grüne Pflanze berührt hat? Das fanden wir doch alle unangenehm, oder? Denn wir wussten ja nicht, dass die Brennnessel eine wichtige Nutz- und Heilpflanze und sogar ein Superfood ist, das wir kostenlos auf allen möglichen Flächen ernten können.

Die Brennnessel (Urtica) kommt, außer in der Antarktis, auf der ganzen Welt vor. Es gibt etwa 45 Arten, von denen vier in Deutschland heimisch sind. Da sind zum einen die zweihäusige Große Brennnessel (Urtica dioica) und die einhäusige Kleine Brennnessel (Urtica urens). Und dann gibt es hier noch die Röhricht-Brennnessel (Urtica kioviensis) und die aus dem Mittelmeerraum eingeschleppte Pillen-Brennnessel (Urtica pilulifera).

Brennnesseln wachsen vor allem auf Böden, die einstmals bewohnt oder bewirtschaftet wurden und die viel Stickstoff enthalten. Sie sind Lebensraum für Raupen von etwa 50 Schmetterlingsarten und somit auch ein Beitrag zum Erhalt unserer Insekten!

Früher wurde die Brennnessel für viele Zwecke verwendet: Aus ihren Fasern wurde Nesselstoff hergestellt und sie wurde als Färberpflanze genutzt. Im Garten kann sie als Dünger und Pflanzenstärkungsmittel genutzt werden.

Die jungen Triebe gehören im Frühjahr zu den ersten Wildkräutern, aus denen ein Salat oder eine Suppe zubereitet werden kann, da sie über einen hohen Gehalts an Flavonoiden, Mineralstoffen wie Magnesium, Kalzium und Silizium, Vitamin A und C (ca. doppelt so viel Vitamin C wie Orangen), Eisen sowie auch einen hohen Eiweißgehalts verfügen.

Auch die Brennnesselsamen gehören zu den heimischen Superfoods. Seit Ovid werden die an sich unscheinbaren Brennnesselsamen als Aphrodisiakum geschätzt. Der römische Dichter empfahl zu diesem Zweck die (ayurvedisch) heiße Kombination aus Brennesselsamen und Pfeffer im Verhältnis 1:1.

Brennesselsamen enthalten ca. 25% – 33% Öl, 74% bis 83% Linolsäure
0,9% Linolensäure, Tocopherol (Vitamin E): geschätzt als Radikalfänger, Schleimstoffe, Carotinoide wie ß-Carotin und Lutein: beides anerkannte Wirkstoffe zur Erhaltung der Sehkraft und zur Vorbeugung gegen Makuladegeneration.

Nicht zuletzt wirkt die Brennnessel, vor allem als Tee getrunken entwässernd. Außerdem ist issenschaftlich belegt, dass die Pflanze Wirkstoffe enthält, die entzündungshemmend und antibakteriell wirken, was bei Rheuma oder Gicht hilfreich ist.

Die Botschaft der Brennnessel:

Nutze mich, ich komme in Hülle und Fülle vor und schenke Dir mein ganzes Sein. Aber begegne mir achtsam, ich weiß mich zu schützen.

ursula_thorsten_weiss_duisburgDie Autorin Ursula Podeswa ist seit über 20 Jahren Seminarleiterin, Coach und vom Dachverband Geistiges Heilen anerkannte Heilerin. Sie hat viele verschiedene Ausbildungen absolviert und nun die Ergebnisse ihrer Forschungen im „Contact-Healing“ gebündelt. Eine Methode, die durch verschiedene Diagnoseverfahren und Therapiekonzepte Klienten dabei begleitet, wieder zu mehr Kontakt mit anderen und auch mit sich selbst und den eigenen Wünschen und Sehnsüchten zu finden. Wenn Du mehr über den Zugang zu Pflanzen erfahren möchtest, kontaktiere sie gern: www.ursulapodeswa.de