In der systemtheoretischen Sicht auf Lebenszusammenhänge und Themen ist eine Problemlösung immer nur eine Problemverschiebung.

Und zwar zu jedem Problem, welches uns Menschen betrifft. Egal ob es sich dabei nun um gesellschaftliche Themen handelt oder um Probleme im privaten Lebensbereich. Dazu zähle ich natürlich auch Probleme mit Geld.

Darum kann man aus systemtheoretischer Sicht nicht von einer Lösung sprechen. Auch wenn das Reden über Lösungen unser ganzes Leben betrifft und die Werbung sich das Thema: Lösungen anbieten zum Geld verdienen per se zu eigen gemacht hat.

Nicht genug Geld verdienen

Nicht die Arbeit, sondern deine Überzeugungen machen den Unterschied aus.

Nun sagst Du vielleicht, dass es nicht an den Überzeugungen liegt und bist tief innen drin davon überzeugt, dass die Arbeit das Problem ist. Vielleicht lässt sich mit deiner Arbeit nicht das Geld verdienen, was Du gerne haben willst.

Dann frage ich sofort: „Warum arbeitest Du dann dort?“

Eine Antwort könnte sein: „Ich kann nicht anders.“ Das ist ein Glaubenssatz, den viele Leute haben.

Ändere deine Einstellung und du findest eine andere Arbeit oder gründest vielleicht eine Firma, ordnest dabei deine Finanzen neu, bildest dich weiter und bemühst dich um eine Beförderung.

Oder ein Teil von Dir sagt: „Aber die Zeiten sind schlecht. In der Zeitung steht, dass wir in einer Rezession stecken.“ Das aber ist dann nur ein weiterer Glaube. Was geschähe wenn man dem Geschreibsel in der Zeitung keinen Glauben schenken würde?

Zum persönlichen Wohlergehen gehört aus meiner Sicht, dass man sich seine eigenen Gedanken macht – unabhängig von dem, was die Nachbarn sagen oder was in der Zeitung steht.

Viel zu viele schräge und überaus ungünstige Glaubenssätze resultieren aus unserem Zeitgeist, weil wir oft viel zu schnell und un-hinterfragt den Gedankenmüll von anderen Leuten übernehmen.

Ob Du nun ein festes Gehalt beziehst oder nicht: Deine Überzeugungen (Glaubenssätze) bestimmen, wie gut es Dir geht.

Der Unterschied zwischen uns Menschen wird immer darauf zurück zu führen sein, welche Einstellung zum Geld bei jedem einzelnen von uns vorherrscht.

Deine Überzeugungen sind das Wichtigste in deinem (finanziellen) Leben.

Wenn Du nicht so viel Geld hast, wie Du haben möchtest, oder wenn du Geld verlierst, dann gibt es dafür einen Grund – und dieser findet sich nicht in den äußeren, sondern in den inneren Umständen. Selbst dann, wenn du dir deine Überzeugungen über eine Zeitung „eingefangen“ hast.

Leute, die im Lotto gewonnen haben, illustrieren auf verblüffende Art und Weise, wie Überzeugungen den Wohlstand steuern.

„Man bekommt im Leben nicht das, was man verdient, sondern was man aushandelt. (Chester L. Karrass, Schriftsteller)

Vor allen Dingen innerlich!

Die Leute denken meist, Geld würde ihre Probleme lösen. Gehen wir nochmal an den Anfang dieses Artikels. Aus systemtheoretischer Sicht ist mehr Geld zu haben keine Problemlösung, sondern eine Problemverschiebung. Auf jede vermeintliche Lösung folgt erneut eine Problemverschiebung.

Das weist daraufhin, dass wir bei jedem hartnäckigen Lebensthema mehr in die Tiefe gehen sollten und uns Fragen stellen, die uns dabei helfen neue Überzeugungen zu gewinnen.

Denn schaue auf die Lottospieler! Die meisten von Ihnen stecken zwei Jahre nach dem vermeintlichen Glücksfall tiefer in den Schulden als zuvor. (Ausnahmen bestätigen wie immer auch hier die Regel).

Warum?

Weil eine Überzeugung, die besagt: „Ich bin immer pleite“, eine Million Euro schnell verschwinden lässt.

Es soll sogar Menschen geben, die zweimal eine große Summe Geld gewonnen haben. Nach der ersten Gewinnmillion waren sie pleite und lebten von Sozialhilfe. Dann hat Ihnen der große Geldgeist eine zweite Chance gegeben etwas an ihren Überzeugungen zu ändern.

Dein Bankkonto passt sich immer deinen Überzeugungen an

Wenn dein Selbstbild nicht zu deinem Bankkonto passt, ist es deutlich leichter, dein Bankkonto zu verändern. Es sind deine Gedanken, die dein Leben steuern, nicht die äußeren Umstände.

Aus systemischer Sicht lohnt es sich, Fragen zu stellen. Es gibt sogar ein spirituelles Veränderungswerkzeug, welches in den letzten Jahren in der Selbsthilfeszene mehr und mehr Anhänger gefunden hat, welches sich genau diese Theorie zu Eigen gemacht hat. Im Access Consciousness geht es genau darum, dass man in der Frage lebt und bleibt und möglichst vermeidet, Schlussfolgerungen zu ziehen, weil diese letztendlich unser Leben meistens einengen.

Schlussfolgerungen zu ziehen nimmt dem Universum die Möglichkeit, uns reicher zu beschenken, als wir es jemals für möglich gehalten haben.

Systemische Fragen, die helfen zu anderen Überzeugungen zu kommen, sind z.B.:

  1. Was will das (Geld-)Problem denn lösen?
  2. Wie machst Du das (Geld-)Problem?
  3. Wozu machst Du das (Geld-)Problem?
  4. Was hättest Du denn für Probleme, wenn das (Geld-)Problem gelöst ist?

Schau dabei auf das Problem – dann kommt eine Lösung, wohlwissend das diese Lösung weitere Probleme nach sich zieht.

Probleme sind immer versuchte Lösungen. Plus die zwei Haupt-Leitfragen aus dem Access:

  1. Wie wird es noch besser? (Fragt man sich immer jeden Tag , ganz gleich ob etwas gut oder schlecht ist)
  2. Was ist hier sonst noch möglich? (Hier gilt das gleiche Prinzip)

Für deinen Erfolg, Christoph

christoph-simonUnser Kolumnist Christoph Simon ist Coach, Aufstellungsleiter und Autor in Berlin.

Hier findest Du weitere Informationen über ihn:
https://christoph-simon.info/
http://www.life-coach-blog.de/
http://www.finanzielle-freiheit-mit-eft.de