Aufstellungen haben verschiedene Väter und Mütter. Da ist zum einen Virginia Satir, die Familientherapeutin aus der Palo-Alto-Gruppe. Zum anderen aber auch Bert Hellinger. Er entwickelte die Familienaufstellungen in Deutschland.

Es gibt verschiedene Arten von Aufstellungen.

Bekannt wurden in Deutschland zunächst einmal „Familienaufstellungen“, da viele unserer Probleme in der Kindheit entstanden. In den Seminaren stellt ein Teilnehmer seine Kernfamilie auf. Das bedeutet, derjenige bringt seinen Familienstammbaum der letzten Generationen mit zu dem Seminar. Dann wählt er aus den anderen Teilnehmern sogenannte Stellvertreter für die Mitglieder seiner Familie und auch für sich selbst aus. Er wählt spontan aus.

Der Teilnehmer, für den aufgestellt wird, leitet nun die ausgesuchten Stellvertreter an einen Ort im Raum, der ihm stimmig erscheint. Das kann z.B. heißen, dass die ganze Familie kreuz und quer im Raum verteilt ist und jeder in eine andere Richtung schaut.

Wenn nun alle Stellvertreter an ihrem Platz stehen, erzählen sie der Reihe nach, wie sie sich fühlen. Manche Teilnehmer haben sogar körperliche Symptome, die sie normalerweise nicht haben. Das sind dann die Spuren, denen der Aufstellungsleiter folgt.

Im Laufe des Prozesses berichten alle Stellvertreter von ihren Gefühlen. Das ganze Gefüge bewegt sich. Stück für Stück ordnen sich die Mitglieder der aufgestellten Familie auf neue Weise.

Eine neue Ordnung

Die neue Ordnung ist erreicht, wenn alle Stellvertreter sich an dem Platz, an dem sie stehen und in den Verbindungen zu den anderen „Familienmitgliedern“ wohl fühlen. Dann tauscht der Teilnehmer, für den die Aufstellung stattfindet, den Platz mit seinem Stellvertreter. Dadurch lässt er das ganze Gefüge auf sich wirken und nimmt diese Energie mit in sein Leben und seinen Alltag.

Das scheint im ersten Moment verwirrend. Im Laufe des Prozesses zeigt sich allerdings, dass genau diese Verwirrung zu dem geführt hat, was in der Familie abgelaufen ist. Und vor allem geht es darum, diese Verwirrung und Verwicklung aufzulösen. Dadurch wird in dieser Familie eine ganz spezifische Ordnung hergestellt. Alle Familienmitglieder werden gesehen und geehrt.

Manchmal werden in solchen Aufstellungen auch Familiengeheimnisse aufgedeckt. Das können weitere Familienmitglieder sein, über die nicht gesprochen wird. Oder es ist ein Familienmitglied, das z.B. im Krieg geblieben ist. Wenn dieses Familienmitglied eine große Bedeutung für ein Elternteil hatte, kann sich das auf ein Kind auswirken. Wenn z.B. jemand das Gefühl hat, fremdbestimmt zu sein, kann es daran liegen, dass er als Kind beschlossen hat, dieses „fehlende“ Familienmitglied zu ersetzen.

Warum solltest Du an einer Aufstellung teilnehmen?

Eine Aufstellung kann man aus verschiedenen Gründen besuchen. Das können Probleme mit dem Partner oder am Arbeitsplatz sein. Aber auch die Ursachen für körperliche Krankheiten können durch eine Aufstellungen erhellt werden.

Inzwischen gibt es noch viele andere Aufstellungsformen, wie z.B. Organisationsaufstellungen. Diese können helfen, wenn es in einer Firma nicht so gut läuft. Organaufstellungen sind angesagt, wenn wir körperlich krank sind. Es gibt auch astrologisch-systemische Aufstellungen. Darin werden Spannungen, in denen Planeten im Geburtshoroskop zueinander stehen, durch eine Aufstellung gelöst werden. Dann wird unser Leben auch wieder glücklicher und erfolgreicher.

Auch Einzelaufstellungen sind möglich

Und sogar Einzelaufstellungen sind inzwischen entwickelt worden,. Da es keine weiteren Teilnehmer gibt, werden Bodenanker benutzt, um diese zu ersetzen. Das können Kissen oder Zettel sein, die auf dem Boden verteilt werden. Der Aufstellende und / oder der Aufstellungsleiter fühlen nach, wie es dem Mitglied des Systems an dieser Stelle ging.

Hier kannst Du an Aufstellungen teilnehmen: gluecks-aufstellungen.de