Bärlauch habe ich erst vor einigen Jahren kennengelernt. Plötzlich stand mein Nachbar vor der Tür und fragte, ob ich welchen haben möchte. Er hätte eine Stelle im Wald gefunden, an dem er wächst.

Ich probierte Bärlauch aus und war begeistert. Er schmeckt als Zutat zu Salaten und verfeinert Brotaufstriche. Irgendwann nutzte ich ihn auch als Suppenzustat. Zusammen mit anderen Kräutern wird aus ihm auch die Gründonnerstagssuppe gekocht.

Bärlauch ist eins der ersten Wildkräuter im Frühjahr. Das macht ihn so beliebt. Denn er bringt die ersten Vitamine in die Küche. Er kann von März bis Mai geerntet werden. Denn auch die Blüte und die Samen sind verwertbar.

Er ist verwandt mit Knoblauch, Schnittlauch und Zwiebel, wächst aber eher im Gegensatz zu diesen eher im Wald als im Garten.

Neben verschiedener Verbindungen enthält Bärlauch noch Flavonoide, in Spuren Prostaglandine A, B und F sowie blattspezifische Lectine.

Schon im Mittelalter wurde Bärlauch als Heilkraut bezeichnet und als Arznei- und Nahrungspflanze genutzt. Ihm wurden unheilabwehrende Eigenschaften zugeschrieben.

In der Volksmedizin wird der Bärlauch heute bei Magen-Darm-Störungen eingesetzt, aufgrund seiner antibakteriellen Wirkung gegen Verdauungsstörungen sowie gegen Blähungen.

Auch in der heutigen Naturheilkunde kommt Bärlauch als Heilmittel oft zur Anwendung. Die Heilwirkung ist den zahlreichen in ihm enthaltenen, überwiegend schwefelhaltigen ätherischen Ölen zuzuschreiben, die sich positiv auf Verdauung, Atemwege, Leber, Galle, Darm und Magen auswirken. Des Weiteren ergibt sich eine effektive Heilwirkung bei Arteriosklerose, Bluthochdruck und Darmerkrankungen. Zudem wirkt er stoffwechselanregend, positiv auf den Cholesterinspiegel und hilft bei Wurmbefall.

Ein Risiko gibt es beim Bärlauch: Er kann mit den Blättern der Maiglöckchen verwechselt werden. Allerdings sind diese häufig heller als die dunklen Bärlauchblätter. Außerdem spießen sie später aus dem Boden als Bärlauch.

Die Botschaft des Bärlauch lautet

In dunklen grünen Auen da wachse, blühe und gedeihe ich. Nicht alles, was im hellen Sonnenschein steht, ist hilfreich. Schau Dir auch das Dunkle an und erkenne dort die Schönheit.